So retten wir mit dem Netzwerk Blühende Landschaft Schmetterlinge in Deutschland

Danke, mit Euch macht das Zusammenarbeiten richtig Spaß.

Wir wissen ziemlich viel über Obstbäume und Gemüseanbau. Doch wenn es um Schmetterlinge geht, kennen sich andere besser aus als wir. Darum haben wir uns für das Projekt „Werde Retterling vom Schmetterling“ auch im zweiten Jahr wieder fachmännische Hilfe vom Netzwerk Blühende Landschaft geholt.

So sieht der Russische Bär aus. Scroll leise weiter, wir wollen ihn nicht stören.

Die Experten vom Netzwerk Blühende Landschaft haben nämlich eine ganze Menge Ahnung von bestäubenden Insekten. Also auch von Schmetterlingen und davon, was ihnen gefällt. Letztes Jahr haben wir bereits einen Plan gemeinsam mit ihnen erarbeitet und sie mit 50.000 Euro unterstützt. Damit hat die Organisation 2020 insgesamt 80.000 m² brachliegende Flächen schmetterlingsfreundlich zurechtgemacht – mit Blumen und Wildpflanzen, die Schmetterlingen und ihren Raupen besonders gut schmecken. Zum Beispiel wurde die seltene Falterart Russischer Bär auf einer unserer schmetterlingsfreundlichen Flächen gefunden, die in Deutschland in mehreren Bundesländern auf der roten Liste steht und über die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU geschützt wird. Super, oder?

Und was macht das Netzwerk Blühende Landschaft mit dem Spendengeld in diesem Jahr?

Die Pflege von schmetterlingsfreundlichen Blühflächen und Blumenwiesen ist ganz schön aufwändig. Denn damit immer genug Pflanzen, die Schmetterlingen und ihren Raupen schmecken, vorhanden sind, muss zur richtigen Zeit und am besten in Etappen gemäht werden. Und das kostet natürlich auch Geld. Das Netzwerk Blühende Landschaft kümmert sich mit dem Spendengeld aus diesem Jahr weiter um die Blühflächen, die wir bereits angelegt haben und wird damit noch weitere Flächen anlegen. So sorgen wir gemeinsam für noch mehr Lebensraum für heimische Schmetterlinge.

Wo sind diese Wiesen und was wächst dort?

So sieht eine Wiese aus, auf der wir schon letztes Jahr mehr Lebensraum für Schmetterlinge geschaffen haben.

Die Schmetterlingswiesen, deren Pflege wir mit unserem Projekt „Werde Retterling vom Schmetterling“ unterstützt haben, sind an verschiedenen Orten in Deutschland verteilt – in Bayern, Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Das ist wichtig, denn die Schmetterlinge brauchen ja überall Nahrung. Und Schmetterlinge sind ziemlich wählerisch, wenn es um ihr Essen geht.

Jede Schmetterlingsart und ihre Raupen brauchen andere Pflanzen, um zu überleben. Denn nicht jeder Schmetterling ernährt sich vom gleichen Blütennektar. Daher ist eine Vielfalt an Pflanzen und Blüten die Grundlage, um auch eine Vielfalt an Schmetterlingsarten zu sichern. Heimische Schmetterlinge ernähren sich auch – eigentlich logischerweise – von heimischen Wildpflanzen. Wer tropische Pflanzen im Garten hat, hilft heimischen Schmetterlingen damit also nur bedingt.

Das ist Michael Slaby, der Vorstand von Mellifera e.V.

„Jeder kann etwas für unsere geflügelten Freunde tun. Als Faustregel gilt: Je vielfältiger der Garten gestaltet ist, desto besser für die bunten Gaukler. Trau Dich und lass etwas Wildnis in Deinem Garten zu. Brennnesseln und Disteln sind als Fraßpflanzen bei vielen Schmetterlingsraupen sehr beliebt. Gleichzeitig brauchen wir viel mehr echte Wiesen und Strukturelemente in unserer Landschaft wie Hecken, Sträucher und Waldsäume, die den Faltern als Lebensraum dienen“, sagt Michael Slaby, Vorstand von Mellifera e. V., der Trägerorganisation vom Netzwerk Blühende Landschaft.

So, nun weißt Du Bescheid. Falls Du noch mehr über das Netzwerk Blühende Landschaft lesen willst, schau mal auf der Website des Vereins vorbei.

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