So hilfst Du Deinen Pflanzen, gesund zu bleiben und hübsch auszusehen

Pflanzen sehen nicht das ganze Jahr über aus wie in einer Garten-Zeitschrift. Das ist ganz normal. Doch es gibt ein paar Tricks, wie Du sie gesund hältst und beim Wachsen und Blühen unterstützt. Wenn Du diese Anleitung bis zum Ende durchgelesen hast, ist Dein Daumen bestimmt ein bisschen grüner geworden, auch wenn Du es nicht sehen kannst, Deine Pflanzen werden es bemerken.

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Diese 5 Grundregeln solltest Du immer beachten

Mit diesen Tipps sieht Dein Balkon oder Garten immer hübsch und ordentlich aus. Und nicht nur Du, sondern auch Schmetterlinge in Deiner Nähe werden ihre Freude an Deinen Pflanzen haben.

Grundregel #1: Such den richtigen Standort aus

Jede Pflanze braucht einen Standort, an dem sie sich wohlfühlt. Manchen reicht ein schattiges Plätzchen, andere mögen die pralle Sonne am liebsten. Dazu gehören von den schmetterlingsfreundlichen Pflanzen zum Beispiel Thymian, Majoran, Salbei und Lavendel. Achte also darauf, wo Du sie auf Deinem Balkon oder in Deinem Garten platzierst, damit sie lange hübsch und gesund bleiben.

Wenn Du mehrere Pflanzen in ein Gefäß gibst, musst Du natürlich darauf achten, dass sie ähnliche Bedürfnisse haben. Das gilt für die Lichtverhältnisse und auch die nächsten zwei Punkte: Erde und Gießen.

Grundregel #2: Die richtige Erde

Auch die Erde ist ziemlich wichtig, damit es Deinen Pflanzen gutgeht. Wenn Du Thymian, Majoran, Salbei und Lavendel direkt in den Garten pflanzt, wähl einen Standort mit kargem, steinigem, sandigem Boden. Im Topf oder Pflanzenkübel solltest Du Kräutererde verwenden.

Und bitte verzichte unbedingt auf Dünger. Der macht Wildpflanzen nämlich – entgegen der Vermutung – eher anfällig für Krankheiten, als ihnen beim Wachsen zu helfen.

Grundregel #3: Richtig gießen

Die meisten schmetterlingsfreundlichen Pflanzen müssen nur sehr wenig gegossen werden. Zu viel Nässe schadet ihnen eher. Mach immer zuerst die Fingerprobe, ob die Erde wirklich schon trocken ist, bevor Du motiviert gießt. Und gieße auch dann nicht zu viel. Es sollte vor allem wirklich keine Staunässe entstehen, denn wenn Deine Pflanzen den ganzen Tag mit den „Füßen“ im Wasser stehen, können sie leicht krank werden.

Wenn Deine Pflanzen im Beet statt im Topf wachsen, brauchst Du sie fast gar nicht zu gießen, außer es herrscht große Hitze. Besonders pflegeleichte und bei Schmetterlingen beliebte Gartenpflanzen sind übrigens Phlox, Astern und Kugeldisteln und natürlich Wildblumenwiesen.

Grundregel #4: Kletterhilfe für Kletterpflanzen

Wenn Du gerne Kletterpflanzen magst, bau ihnen am besten eine kleine Rankhilfe. Denn so blühen sie schön dicht an Deiner Wand. Nimm dafür einfach ein Stück Juteschnur und ein paar Bambusstäbe. Du kannst auch abgeschnittene Zweige Deiner Sträucher verwenden. Binde dann die Triebe der Kletterpflanzen locker an Dein Gerüst oder auch an Dein Balkongeländer. Schmetterlingsfreundliche Rankpflanzen sind übrigens Wicken oder Zaunwinden.

Grundregel #5: Richtig zurückschneiden

Vor dem Zurückschneiden von Pflanzen haben ja viele Leute ein bisschen Angst. Doch es ist ganz wichtig, damit sie ordentlich wachsen. Hier ein paar Tipps.

Kräuter

Schneide sie möglichst früh nach der Blüte zurück, damit sie sich neu verzweigen können. So werden sie richtig schön buschig.

Je früher Du die abgestorbenen Blüten abschneidest, desto höher ist die Chance auf eine zweite Blüte. Und das freut auch die Schmetterlinge.

Stauden

Stauden darfst Du nur im Frühling schneiden (März/April, je nach Wetter).

Denn in den vertrockneten Stängeln überwintern Schmetterlinge wie der Zitronenfalter. Und auch Vögel suchen sich im Winter dort ihr Futter in den Samenständen zusammen.

Hecken

Brombeere, Haselnuss, Holunder und Schlehen brauchen nur ganz wenig Pflege. Die ersten Jahre nach dem Anpflanzen kannst Du sie einfach ganz in Ruhe anwachsen lassen.

Danach kannst Du sie bei Bedarf auslichten, damit sie gesund bleiben. Aber bitte nicht zwischen März und September, denn das würde Vogeljunge und Schmetterlinge stören.

Was tun, wenn Deine Pflanzen doch ein bisschen kränkeln?

Was tun, wenn die Blätter gelb sind?

Wenn gelbe Blätter nur vereinzelt auftreten, musst Du Dir keine Sorgen machen. Das kann schon mal vorkommen. Entferne sie einfach regelmäßig und beobachte Deine Pflanze ein bisschen genauer als sonst. Wenn gelbe Blätter auf einmal überall sind, hör zuerst einmal auf, Deine Pflanze zu gießen, bis die Erde wieder ganz trocken ist. Das sollte in den meisten Fällen das Problem lösen.

Hilfe, meine Pflanzen haben Läuse

Wenn Du Flecken oder kleine schwarze Krabbeltiere auf Deinen Pflanzen entdeckst, mach Dir nicht allzu viele Gedanken. Das gehört im Naturgarten mit dazu. Doch wir können Dich beruhigen. Die Schädlinge kommen meist nur phasenweise und werden dann auch wieder weniger. Schneide am besten stark befallene Triebe sofort ab und wirf sie in die Restmüll-Tonne. Läuse kannst Du von weniger befallenen Blättern auch mit dem Finger oder einem Küchentuch abstreifen oder Deine Pflanzen mit einem stärkeren Wasserstrahl abduschen – das hilft bei Läusen ganz gut. Achte aber darauf, dass empfindliche Zweige nicht umknicken. Halte sicherheitshalber Deine Hand schützend vor die Pflanzen.

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